Oktober 2010
Trügerisches Scheinsein wissend tappt man immer wieder hinein.
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Mai 2010
Die Wölfin ist wieder unterwegs. Aber sie ist weiser geworden. Gejagt wird nur noch, was zum Leben benötigt wird. Nicht nur ihr Instinkt hält sie davon ab, sinnlos Beute zu machen.
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Realität wird eindeutig überbewertet ...
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PS: Suche nicht nach mir - es ist nur ein Bild in Deinem Kopf. Mich gibt es so nicht.
April 2007
Der Nebel lichtet sich und die Spreu hat sich vom Weizen getrennt. Frühjahrsputz!
Januar 2007
Der letzte Tag im ersten Monat des Jahres. Gedankensplitter bohren sich als Gefühl in den Bauch Sprache versagt.
Oktober 2006
Trunken - wovon? Das Zuviel ist manchmal schwerer zu ertragen, als das zu Wenig.
September 2006
Es stürmt und trotzdem kommt alles wieder.
2. Februar 2006
Du lieber Himmel, diese Seite ist ja geradezu tot! Zum Leben einhauchen fehlt momentan aber die Muße und die Lust. Viele Baustellen sorgen für Belebung, aber nicht zwingend für Unterhaltung nach außen.
12. August 2004
Zeit ist relativ. Schon August? Schon August! Zuletzt fühlt es sich doch immer so an, als ob ich hinterher laufe. Keine Muße mehr, die Himmel zu beschauen, Blitze auf Reisen zu schicken. Ein- und Ausatmen. Nicht vergessen! Eines bedingt das andere...
22. Juli 2004
Betäubt vom Leben, bleibt nur wenig Zeit fürs Sein...
06. Juli 2004
Das Monster schweigt nie lange. Ein unbedachtes Wort, ein kurzes Schweigen, eine Geste weckt es auf und es bahnt sich seinen Weg aus dem Verließ, bohrt sich ins Hirn, findet den Weg durch die Venen und trifft das Herz. Kein Weg aus dem Labyrinth das Hamsterrad dreht sich weiter. Sie holt tief Luft und beginnt zu laufen...
24. Juni 2004
Hoffnung ist die Voraussetzung für selbsterfüllende Prophezeiungen. Oder ist Hoffnung doch eher "das Übelste aller Übel" (Nietzsche)?
23. Juni 2004
Stumm schleppt sie sich durch den Wald zu müde um zu jagen, zu wach um zu schlafen. Das Fell stumpf, die Krallen abgewetzt - ein Kaninchen rennt nicht weit entfernt von ihr um sein Leben, doch sie sieht nur hinterher. Der Instinkt scheint sie verlassen zu haben, sie spürt sich nicht.
Suchend schaut sie in das Grau über sich: nur eine Ahnung von Licht, der Mond ist von Wolken verhüllt. Sie rollt sich am Fuße eines Baumes zusammen und verfällt in einen Dämmerschlaf.
Bis sie es hört. Das Heulen. Ihr Körper strafft sich, die Sinne erwachen. Da ist es wieder. Sie legt den Kopf in den Nacken und antwortet dem Rufen. Das Kaninchen von vorhin sitzt ahnungslos am Waldrand und mümmelt, als die Wölfin zum Sprung ansetzt...